Was ist Akupunktur?
Die Akupunktur ist ein Teilbereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Dabei werden spezielle Nadeln in ausgewählte Punkte am Körper gestochen. Diese Akupunkturpunkte liegen in der Regel auf einem der 12 Haupt- oder 8 Extra-Meridianen. Als Meridian wird eine Leitbahn bezeichnet, in der Energie (Qi) fliesst. Ist das Qi blockiert und kann nicht mehr ungehindert zirkulieren, kommt der Körper aus dem Gleichgewicht. Schmerz und Krankheit sind die Folge.
Wie wirkt Akupunktur?
Akupunktur bringt den Energiefluss des Körpers wieder in ein Gleichgewicht und fördert so die Heilung.
Aus westlicher Sicht kommt es zu einer Ausschüttung von Endorphinen, Cortisol und anderen Botenstoffen, sowie zu einem erhöhten Blutfluss und Entspannung von Muskelkrämpfen.

Tut Akupunktur weh?
Das Stechen der Nadeln durch die Haut empfinden manche Tiere als schmerzhaft. Sind die Nadeln jedoch gesetzt, fühlen die Patienten meist keinen Schmerz. Je nachdem empfinden sie die Behandlung sogar als angenehm, entspannen sich und schlafen manchmal sogar ein.
Dauer einer Behandlung
Die Nadeln bleiben meist zwischen 10 und 20 Minuten im Körper. Für die Aufnahme der Krankengeschichte, die Untersuchung und die Auswahl der Punkte braucht es nochmals zwischen 30 und 50 Minuten. Bitte berechnen Sie sicher eine Stunde für die erste Behandlung und 45 Minuten für Folgebehandlungen ein.
Stress überträgt sich auf das Tier, planen Sie deshalb bitte genug Zeit ein.
Dauer eines Behandlugszyklus
Meist helfen 3 bis 5 Behandlungen, jeweils im Abstand von einer Woche. Danach wird je nach Zustand des Tieres über das weitere Vorgehen entschieden.
Risiken und Nebenwirkungen
Generell ist Akupunktur eine sehr sichere Methode. Sehr selten kann eine Entzündung an der Einstichstelle enstehen. Dies versuche ich durch die Verwendung von sterilen und gut geschliffenen Nadeln zu verhindern. Das Tier darf bei der Behandlung weder nass noch stark verschmutzt sein.
Eine leichte Verschlimmerung der Symptome oder Müdigkeit ein bis zwei Tage nach der Behandlung kann auftreten, verbessert sich jedoch innerhalb kurzer Zeit wieder.
Es ist wichtig, dass die Besitzerin/der Besitzer das Tier nach der Behandlung gut beobachtet. Die Reaktion des Patienten kann mir wichtige Hinweise liefern zum weiteren Vorgehen.